Das nächste Igelhaus

Man traut sich ja schon gar nicht mehr irgendwo hinzutreten. Überall wuseln im Moment kleine Igel herum. Müssen die nicht eigentlich Mittags um zwölf längst im Bett liegen – eine Erziehung ist das …

Wir fanden es etwas ungehörig die kleinen Igel mit Nagellack zu kennzeichnen, wie es auf verschiedenen Webseiten (z.B. hier bei Pro-Igel) vorgeschlagen wird, deshalb sind wir uns nicht ganz sicher, wie viele von den stacheligen Gesellen eigentlich genau in unserem Garten herumlaufen. Meiner Ansicht nach sind es mindestens sieben Jungigel und ein Muttertier.

Igel auf der Waage

Igel auf der Waage

Da Igel offenbar 500 Gramm wiegen sollen, bevor sie sich in den Winterschlaf begeben können, machen wir uns langsam etwas Sorgen. Der eine Jungigel, den wir gewogen haben, brachte gerade einmal 100 Gramm auf die Waage. Deshalb haben wir uns nun entschlossen “unseren” Igeln in den nächsten Wochen etwas zusätzliche Nahrung bereit zu stellen.

Das Muttertier und einige der kleinen Igel haben sich nun auch noch einen ausgesprochen ungünstigen Ruheplatz am Rand unseres Teiches ausgesucht. Da dieser Bereich im Winter überflutet wird, haben wir gestern noch ein weiteres Igelhaus gebaut. Naja, wir haben ja sowieso nichts anderes zu tun, weil alle größeren Aufräumarbeiten (wegen der Igel) ins Frühjahr verschoben sind.

Im Prinzip sind wir bei der Behausung für die Igel wieder so vorgegangen, wie bei unserem anderen Igelhaus auch. Wir haben Wände aus Gehwegplatten eingegraben. Nachdem wir ordentlich Stroh in das Igelhaus gestopft hatten, haben wir eine weitere Gehwegplatte als Dach oben darauf gelegt. Anschließend haben wir das Haus von oben mit einer Plastikfolie wasserdicht abgedeckt und schließlich alles rundum mit Grassoden isoliert. Als Besonderheit spendierten wir unserem zweiten Igelhaus mit Hilfe einer weiteren Gehwegplatte einen kleinen Eingangsbereich, der das Innere etwas vor den winterlichen scharfen Westwinden schützen soll.

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4 Kommentare zu Das nächste Igelhaus

  • Carola Walz

    Hallo,
    ich freu mich sehr daß es Menschen gibt die das “Aufräumen eines Gartens” der Igel wegen verschieben.
    Und der Schlafplatz, also den find ich super klasse. Ist eine echt tolle Idee.

    Viel Spaß noch mit den kleinen stachligen Gesellen.

    Gruß
    Carola

  • Meiner Meinung nach ist das Igelhaus ein wenig zu hoch, da geht viel Wärme verloren.

    Gruss Frank

  • Wilfried

    Tolle Idee. Wir selbst haben den Sommer lang eine Igeldame immer mit etwas Futter im Garten versorgt. Mit dem Ergebnis daß wir jetzt im Oktober innerhalb einer Woche 5 kleine Igelkinder nach und nach im Futterhaus vorgefunden haben. Nach Rücksprache mit Igelaufzuchtstationen etc. haben wir nun im Keller ein schönes Gehege mit allem drum und dran gebaut und nach Tierärztlicher Untersuchung die kleinen dort untergebracht. Sie fühlen sich dort sehr wohl und haben auch großen Appetit. Wenn sie vom Gewicht her soweit sind werden sie auf den Winterschlaf vorbereitet. Anregungen und Informationen holen wir uns oft bei Leuten die sich damit auskennen. Toll daß es diese Tierliebhaber gibt

  • Inzwischen haben die kleinen Igel ein Gewicht von gut 250 Gramm, was natürlich immer noch zu wenig ist. Sollte es demnächst richtig kalt werden müssen wir sie wohl auch rein holen. Mal sehen, hier ist es ja meist bis Weihnachten relativ warm, also werden wir sie erst mal noch weiter draußen füttern.

    @Frank: Ich glaube eigentlich nicht, dass das Igelhaus zu hoch ist. Wir haben ja ordentlich Späne und Stroh hinein gestopft. Da wir eine Futterstelle in der Nähe der neuen Behausung eingerichtet hatten, war es übrigens schon nach wenigen Tagen bewohnt.

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