Wespen

Erdwespen

Erdwespen kurz vor dem zustechen...

Eigentlich stand ich Wespen immer recht positiv gegenüber. Leider wurde dieses gute Verhältnis vor einigen Jahren von einem Erdwespenvolk erheblich gestört. Dieses Volk war derartig aggressiv, dass man schon gestochen wurde, wenn man sich dem Eingang im Boden auch nur auf ein paar Meter näherte. Zum Glück lag der Eingang hinter unserem Gartenteich, sodass ich in dem Jahr nur gut zwanzig mal gestochen wurde.

Wie gesagt, eigentlich stehe ich Wespen eher positiv gegenüber, trotzdem hat mich die schmerzhafte Begegnung mit den Erdwespen in den letzten Jahren dazu gebracht, alle Nestbau-Aktivitäten in unserem Gartenhaus im Keim zu unterbinden.

Wespennest

Wespennest im Gartenhaus

Das Gartenhaus scheint für Wespen ein sehr attraktiver Platz zu sein, denn sie versuchen es immer wieder sich dort einzunisten. Und jetzt haben sie es tatsächlich geschafft. Ein Volk von vornehm zurückhaltenden Wespen hat in den letzten Tagen im First ihr Nest gebaut und wir haben absolut nichts davon mitbekommen. Nun ist es wohl zu spät das Nest zu entfernen, also müssen wir uns damit abfinden.

Von den acht (in anderen Quellen elf) staatenbildenden Wespen-Arten sind nur zwei wirklich gefährlich, nämlich die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Wie auch wir lieben sie Süßes, deshalb halten sie sich gerne auf süßen Getränken oder Kuchen auf. Wenn man nicht aufpasst, hat man schnell mal so eine Wespe im Mund. Glaubt es mir – ein Wespenstich im Rachen ist kein Spaß!

Irgendwie finde ich es aber recht kompliziert, die verschiedenen Wespenarten voneinander zu unterscheiden. Die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) bauen ihr Nest unterirdisch in Wühlmaus- oder Maulwurfsgängen. Außer diesen beiden “gefährlichen” Arten lebt nur noch die harmlose Rote Wespe (Vespula rufa) unterirdisch.

Wespen im Nistkasten

Hornissen in der Nisthöhle

Alle Wespen, die frei hängende  Nester bauen sind demnach relativ friedfertig und sie stehen auch nicht auf süße Getränke.

Das gleiche gilt natürlich auch für die Hornissen, die ebenfalls frei hängende Nester bauen – naja, zumindest meistens. Bei uns hatte sich im letzten Jahr nämlich ein Hornissen-Volk in einer Nisthöhle angesiedelt, die ursprünglich mal für den Gartenrotschwanz gedacht war. Aufmerksame Leser werden sich vielleicht erinnern, dass diese Nisthöhle früher auch schon mal den Eichhörnchen als Domizil gedient hatte.

Siehe auch:

Weblinks:

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2 Kommentare zu Wespen

  • Ja, mit Wespen muss man vorsichtig sein. Im letzten Jahr hatten wir Wespen im Komposthaufen und als ich mich am Kompost bedienen wollte, wurde ich heftig gestochen. Die sind sogar hinter mir hergeflogen. Den Komposthaufen habe ich dann bis zum Winter nicht mehr angerührt. – Vor ein paar Tagen baute eine Wespe Nester in unserem Wohnzimmer in einem Setzkasten. Ich dachte, ich seh nicht recht. Die konnte ich noch vertreiben. Siehe hier: http://mainzauber.de/blog10/2010/07/03/verruckt/
    Lieben Gruß
    Elke

  • Ja, das Geräusch fällt mir jetzt, wo das Nest größer geworden ist, auch auf. Hört sich irgendwie ein bisschen an wie die Vuvuzuelas am Beginn der WM ;-)

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