Eine neue Sense

Unsere alte Sense ist – wie soll ich sagen – Schrott. Inzwischen ist sie über 35 Jahre alt, das Blatt wird langsam zu schmal, der Baum ist verbogen und die obere Spitze des Baums ist sogar ganz abgebrochen. Als im letzten Monat nun auch noch unser Rasentrecker kurzzeitig seinen Dienst einstellte, entschloss ich mich, endlich mal eine neue Sense zu kaufen. Nachdem ich alle möglichen Webseiten zum Thema gelesen hatte, habe ich mich in der letzten Woche für die folgenden Komponenten entschieden:

Komponenten für die neue Sense

  • Der Sensenbaum (Worb) besteht zur Abwechslung aus Eschenholz. Obwohl er etwas schwerer ist als der alte Sensenbaum aus Stahlrohr finde ich ihn einfach schöner und die Praxis zeigt, dass es mehr Spass macht, damit zu mähen.
  • Das Sensenblatt unserer alten Sense hatte eine Länge von 90 Zentimetern. Diese Länge finde ich optimal, wenn man größere Flächen mähen muss. Wir setzen die Sense aber eigentlich nur noch ein, um in der Pferdeweide und besonders unter den Zäunen und unter den Obstbäumen unerwünschte Kräuter zu abzumähen. Dafür fand ich die lange Sense immer etwas unhandlich. Deshalb habe ich für die neue Sense ein Reichsform-Sensenblatt mit einer Länge von 70 Zentimetern ausgesucht.
  • Um das Sensenblatt mit dem Sensenbaum zu verbinden benötigt man noch einen sogenannten Sensenring. Dabei muss man darauf achten, dass die Sensenringe für Sensenbaum aus Metall eine andere Größe haben als die Sensenringe für einen Baum aus Holz.
  • Erstmal habe ich bei der neuen Sense auf ein Reff verzichtet, weil es beim Mähen unter Zäunen manchmal etwas hinderlich ist. Ein Reff ist übrigens dieser Bügel aus Stahldraht unten am Sensenbaum, der dafür sorgen soll, dass das Schnittgut besser in ein Schwad gelegt wird.

Hier zum Vergleich noch die alte und die neue Sense – ein echter ästhetischer Fortschritt, wie ich finde:

Unsere beiden Sensen

4 Kommentare zu Eine neue Sense

  • Otto Kling

    Hallo, ich möchte mir auch einen hölzernen Worb bauen. Vielleicht sogar gebogen. Können Sie mir einige Ihrer gefundenen Links zum Bau und der Nutzung zusmailen?

    Vielen Dank

    Otto Kling

    • Das hatte ich mir damals auch überlegt, bin dann aber doch lieber zu unserem Schmied gegangen um mir ein passendes Worb zu kaufen. Selber machen dürfte eigentlich nicht zu schwierig sein. Und dann kann man sich ja auch noch einen starken Ast mit dem richtigen “Schwung” aussuchen.

      Links habe ich leider keine. Wenn Du willst kann ich mal ein paar Fotos von den Holz-Verbindungen an unserem Worb machen. Vielleicht hilft das beim Selbstbau.

  • Max

    Hallo,
    um Rückenschonend arbeiten zu können st es wichtig die Sense richtig einzustellen. Der Snsenbaum (auch Worb genannt) sollte so groß sein wie man selbst ist. Nun Stellt man das Ende mit dem Sensenblatt auf den Boden. Der erste gff muss sich nun auf Höhe des Hüftknochens befinden, der zweite weist etwa den Abstand auf wie die Hand zum Ellenbogen +15m.
    Klar, dass das noch nicht alles ist beim Einstellen einer Sense, aber das würde hier den Rahmen Sprengen. Wenn jemand fragen hat einfach Mail an mich. Viele Grüße aus Bayern. Max
    PS: Kauft euch bloß nichts vom Baumarkt.

    • Hallo Max, danke für deinen hilfreichen Kommentar!
      Da ich keine Möglichkeit habe die Echtheit deiner Mailadresse zu prüfen, kann ich sie hier leider nicht veröffentlichen. (Ich möchte vermeiden, dass sich möglicherweise später ein Unbeteiligter bei mir über massenhaft Spam in seinem Mailaccout beschwert.)

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