Garten-Apps für’s Android Handy

Mailin hat seit ein paar Tagen eins von diesen neumodischen Smartphones. Und manchmal darf ich auch damit spielen.

Nachdem ich mir mit gpsies Anregungen für hunderte neuer Wanderrouten geholt hatte; nachdem ich mit bubble nachgemessen hatte, ob unser Haus immer noch in der Waage ist; nachdem ich mir mit Sky Map den Sternenhimmel angesehen hatte und nachdem ich mit My Tracks den Garten genauestens vermessen hatte, wollte ich doch mal wissen, ob es für so ein Handy auch irgendwelche wirklich hilfreichen Apps für den Garten gibt.

Um es kurz zu machen – es gibt keine. Zumindest habe ich keine gefunden, die ich ernsthaft für erwähnenswert hielte. Vielleicht mit einer Ausnahme, die auf den ersten Blick gar nicht wie eine Anwendung für Gärtner aussieht – Google Goggles.

Goggles ist eine App für Android-Handys (seit Kurzem auch für das iPhone) mit der man das Internet durchsuchen kann. Allerdings gibt man nichts in eine Suchmaske ein, sondern man macht ein Foto und Goggles versucht herauszufinden, was man eigentlich wissen wollte.

Wenn man eine Visitenkarte fotografiert, dann sucht Goggles nach der darauf gefundenen Adresse; wenn man einen Strichcode auf einer Nudelpackung aufnimmt, dann findet Goggles Informationen zu dem Produkt inklusive Preis und Inhaltsstoffen und wenn man den Eiffelturm aufnimmt, dann findet es eben Informationen zum Eiffelturm (leider konnte ich das nicht selbst ausprobieren, weil ich gerade nicht in Paris weilte).

Ok, Goggles ist offenbar weit davon entfernt fertig zu sein, denn wenn man die Otterstedter Kirche aufnimmt, dann bekommt man allenfalls allgemeine Informationen zu sakralen Bauten, aber immerhin…

Zurück zum gärtnerischen Nutzen dieser App. Nimmt man die Blüte eines Wandelröschens auf, dann findet Goggles ähnliche Bilder und zwar fast ausschließlich Bilder von Wandelröschenblüten. Nimmt man eine Sonnenblume auf, dann findet Goggles Bilder von gelben Blumen und zwar überwiegend Bilder von Sonnenblumen.

Die Trefferquote schwankt stark (bei den Früchten unserer Marone kamen Bilder von Nutzfahrzeugen), aber die Vorstellung, dass wir in absehbarer Zukunft einfach unser Smartphone auf ein Unkraut richten und umgehend erfahren, wie man es zu einem bekömmlichen Kräutertee verarbeiten kann, finde ich ziemlich verlockend.

2 Kommentare zu Garten-Apps für’s Android Handy

  • Thomas

    > unser Smartphone auf ein Unkraut richten und umgehend erfahren, wie man es zu einem bekömmlichen Kräutertee verarbeiten kann

    Das würde ich auch finden.
    Ich würde es schon toll finden, wenn ein Kräutlein als Nutz- oder Unnutzpflanze identifiziert werden würden, aber davon ist goggles noch meilenweit entfernt …

    • Eigentlich denke ich, dass ich das mit dem “Pflanzen bestimmen” ganz gut drauf habe, aber zu deiner Beruhigung: jetzt im Frühjahr, wo alles gleichzeitig aufläuft bin ich auch dauernd überfragt. Das ist wohl völlig normal. Sicherheitshalber lasse ich dann lieber mal ein Unkraut stehen und warte bis sich ein paar mehr Blätter gebildet haben.

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