Stimmt unser Regenmesser?

Regenmesser zu dicht an der Hauswand

In den letzten 24 Stunden hatten wir hier nur noch 15 mm Niederschlag – es besteht also berechtigte Hoffnung, demnächst mal wieder Salat zu ernten, der nicht von oben bis unten mit Erde vollgespritzt ist.

Aber kann man mit dem abgebildeten Regenmesser eigentlich einigermaßen zuverlässig messen, wie viel Niederschlag gefallen ist? Kommt drauf an, wie genau es sein muss. Der Regenmesser auf dem Bild steht natürlich viel zu dicht an der Hauswand. Abhängig von der Windrichtung wird er häufig im Windschatten des Hauses stehen und zu geringe Regenmengen anzeigen. Naja, dieses ist aber ja auch nur der “Ruckzuck-Regenmesser” neben unserer Haustür. Hier kann man im Vorbeigehen schnell mal eben nachsehen, wie viel Wasser das letzte Schauer gebracht hat.

Unser “richtiger” Regenmesser steht mitten im Gemüsegarten und müsste ganz gut die tatsächlichen Verhältnisse wiedergeben. Es handelt sich dabei um das Modell 08/15 aus grünlichem transparentem Plastik, wie man es auch in vielen anderen Hobby-Gärten findet. Wir hatten ihn irgendwann mal für einen Euro in einem Sonderposten-Markt ergattert. Natürlich verdunstet aus diesen Dingern immer etwas Wasser und an eine genaue Messung von gefrorenem Niederschlag ist überhaupt nicht zu denken. Trotzdem wollte ich mal wissen, wie genau die Anzeige eigentlich ist. Die runde Eintrittsöffnung hat einen Innendurchmesser von 77 Millimetern. Wenn ich mich richtig erinnere bekommt man die Fläche eines Kreises, indem man das Quadrat des Radius mit Pi multipliziert:

38,5 mm * 38,5 mm * Pi = 4657 mm²

Gut, die Fläche der Öffnung beträgt also 4657 mm². Nachdem es einen Millimeter geregnet hat, müssten sich also 4657 mm³ Wasser in dem Behälter befinden. Mit diesem Wissen testete ich dann etwas herum und was soll ich sagen, unser Regenmesser geht einigermaßen genau. Im unteren Bereich kann man keine Abweichung vom errechneten Wert erkennen. Im oberen Bereich bei einer Anzeige von 35 mm sind etwas weniger als 160 g Wasser im Behälter, was einer tatsächlichen Regenmenge von 34,3 mm entspricht. Auch wenn Jörg Kachelmann diesen Regenmesser umgehend entsorgen würde, kann ich gut mit der Abweichung von 0,7 mm leben. Was soll ich auch im Garten, wenn es 35 Liter pro Quadratmeter geregnet hat? Immerhin haben meine Gartenschuhe Löcher.

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