Wetterstationen

Wie das Wetter im Moment ist, kann man leicht feststellen, wenn man kurz raus in den Garten geht. Aber wie wird das Wetter morgen?

Erfahrene Gärtner können meist auch einigermaßen gut einschätzen, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickeln wird. Einfacher wird es aber, wenn man ein paar handfeste Daten hat. Dazu gehört vor allem der Luftdruck. Um die Wachstumsbedingungen der Pflanzen und Schädlinge im Garten besser abschätzen zu können sind auch andere Daten wie Niederschlagsmenge, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sehr hilfreich.

Analoge Wetterstation

Analoge Wetterstation

Wetterstationen, mit denen man diese Daten erfassen kann, gibt es in allen Formen, Farben und Preisklassen. Wenn man nur ein allgemeines Interesse an der Meteorologie hat, dann gibt es erstaunlich leistungsfähige Geräte auch schon für weit unter 100 Euro zu kaufen. Darüber hinaus ist es heute natürlich auch problemlos möglich, sich alle möglichen aktuellen Wetterdaten ständig auf den Desktop seines Computers ausgeben zu lassen – dazu aber ein andermal mehr.

Wir haben gleich zwei Stück von diesen Wetterstationen und zwar eine analoge und eine digitale. Die analoge Wetterstation auf dem Bild ist schon etwas in die Jahre gekommen. Inzwischen hängt sie eher zur Zierde im Flur. Sehr viel öfter sehen wir auf die Daten unserer digitalen Wetterstation in der Stube. Sie zeigt neben der Temperatur auch den Luftdruck. Zusätzlich ist sie per Funk mit einem Sensor auf dem Balkon verbunden, der sie mit Informationen über die Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit versorgt.

Schön, aber was kann man eigentlich mit den Informationen anfangen, die diese Geräte liefern? Für mich ist besonders der Luftdruck interessant. Mir ist es kaum möglich an so einem analogen Luftdruckmesser (Barometer) vorbei zu gehen, ohne mal kurz reflexartig dagegen zu klopfen. Durch die Trägheit der Zeigernachführung sieht man dann nämlich, ob der Luftdruck gerade fällt oder ob er steigt. Und das ist eine sehr nützliche Information, wenn man das Wetter vorhersagen will. Sehr vereinfacht gelten folgende Regeln:

  • Feststehender Luftdruck: Die herrschende Witterung wird sich nicht ändern.
  • Langsam steigender Luftdruck: anhaltend gutes Wetter.
  • Langsam fallender Luftdruck: anhaltend schlechtes Wetter.
  • Schnell steigender Luftdruck: Besserung des Wetters.
  • Schnell fallender Luftdruck: Verschlechterung des Wetters.
  • Sehr schnell fallender Luftdruck: Sturm.

“Gutes” bzw. “schlechtes” Wetter bezieht sich hier natürlich auf das Gefühl das man hat,  wenn man ohne Regenjacke draußen herum läuft – also auf Niederschlag und Temperatur. Oft (zum Beispiel jetzt gerade) würde ich mir durchaus etwas “schlechteres” Wetter wünschen.

Digitale Wetterstation

Digitale Wetterstation

Da der Verlauf des Luftdrucks viel wichtiger ist als der aktuelle Wert, sollte eine digitale Wetterstation sich ein paar der älteren Messwerte merken und irgendwie darstellen. Unsere Wetterstation macht das mit dem Balkendiagramm unten links. Übrigens hatte ich den Außensensor eine Nacht lang daneben gestellt, um mal zu sehen, ob beide Temperatursensoren (innen und außen) den gleichen Wert anzeigen – tun sie nicht. Naja, der Unterschied ist nicht groß (13,4 Grad bzw. 13,1 Grad). Die Messwerte für die relative Luftfeuchtigkeit sind dagegen katastrophal schlecht (55 Prozent bzw. 26 Prozent). Keine Ahnung, ob es dafür eine plausible Erklärung gibt, oder ob die Sensoren einfach Mist sind.

Die aktuelle Luftfeuchtigkeit ist für mich eher in Bezug auf das Pflanzenwachstum und das Wachstum von Schaderregern (insbesondere Pilzen) von Bedeutung. Für die Wettervorhersage ist er mir nicht zuverlässig genug. Früher sagte man hier:

Morgenrot bringt Water in’n Sood.
Abendrot, annern Dach good.

Wenn man also ein ausgeprägtes Morgenrot sieht, kann man davon ausgehen, dass sich der Brunnen füllt. Wenn man ein ausgeprägtes Abendrot sieht, wird der nächste Tag gut. Da das Morgen- bzw. Abendrot durch die stärkere Streuung der blauen und grünen Anteile der Sonnenstrahlen durch Partikel (z.B. Wassertröpchen) in der Atmosphäre hervorgerufen wird, soll das also heißen, dass eine hohe morgendliche Luftfeuchtigkeit auf Regen und eine hohe abendliche Luftfeuchtigkeit auf einen folgenden sonnigen Tag schließen lässt. Die Praxis zeigt aber, dass das nicht selten anders ist.

Die aktuelle Temperatur ist total wichtig, weil man daran sehen kann, ob man einen Pullover braucht, wenn man in den Garten geht. Für eine Wettervorhersage ist sie wohl eher bedeutungslos.

Regenmesser

Regenmesser

Auch die Niederschlagsmenge ist nicht wirklich wichtig, wenn man gerade das Wetter vorhersagen will. Für Gärtner ist die Versorgung der Pflanzen mit Wasser aber eine der wichtigsten meteorologischen Information überhaupt. Da unsere Digitale Wetterstation nicht feststellen kann, wie viel Niederschlag gefallen ist, haben wir dafür zusätzlich ein höchst kompliziertes analoges Instrument – den Regenmesser im Garten.

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