Nachtfrost und Trockenheit

Gerade habe ich mal nachgesehen, wie die Langzeit-Wetterprognosen für unsere Gegend aussehen. Die großen Wetter-Webseiten sind sich in ihren Zweiwochenprognosen einigermaßen einig – es wird hier wohl keine Nachtfröste mehr geben.

Frostschaden an einer Kartoffel

Frostschaden an einer Kartoffelpflanze

In den letzten beiden Nächten hatten wir Nachtfröste und ein paar Kartoffeln haben auch Schäden davon getragen. Aber wie die Kartoffelbauern so schön sagen – wenn die Kartoffeln etwas Frost abbekommen, dann werden sie vergrellt und wachsen anschließend um so besser.

Außer bei ein paar wild aufgelaufenen Bohnen waren im Garten zum Glück sonst keine Frostschäden zu finden – auch nicht an den Sonnenbrand-Paprikas, die wir schon sehr früh an eine geschützte Stelle vor dem Gewächshaus gepflanzt hatten.

Was ich da bei den Wetterprognosen aber auch noch gefunden habe, macht mir echt Sorgen. Die Experten erwarten hier auch in den nächsten zwei Wochen keinen Regen. Das wäre richtig schlimm! Hier hat es seit Anfang Februar nicht mehr richtig geregnet. Anfang März gab es ein paar kleine Schauer, seit dem herrscht Ebbe.

Abgeworfene Blätter

Abgeworfene Blätter bei der Hainbuche

Für unseren Garten ist die Trockenheit erst mal nicht weiter schlimm, denn wir haben zum Gießen und Beregnen einen tiefen Brunnen. Soweit ich (vom Hörensagen) weiß, ist der nur ein einziges Mal (1959) ausgetrocknet. Die Bauern in unserer Gegend können sich allerdings jetzt schon auf erhebliche Ernteausfälle bei Raps und Getreide einstellen. Viele haben ihren Raps sogar schon umgepflügt und säen dort jetzt Mais. Auch die Wälder sehen ziemlich schlimm aus. Die Bäume werfen zum Teil schon die frischen Blätter ab und ein einziger Funke könnte dort zur Katastrophe führen. Wenn es wirklich noch mal zwei Wochen so trocken bleibt, dann wird das ganz schön bitter.

Siehe auch:

5 Kommentare zu Nachtfrost und Trockenheit

  • Oje das klingt wirklich schlimm. In Österreich dürfte die Lage nicht viel besser sein, denn gerade heute stand in der Zeitung, dass die Bauern in Niederösterreich ebenfalls auf einen richtigen Regen warten, weil es ansonsten zu großen Ausfällen kommen wird.

    lg kathrin

  • hoffi

    Hallo.
    Bei mir im Garten (Thüringen) gab es vorgestern eine böse Überraschung. Alle Beeren erfroren, alle Kartoffeln angefroren, alle Obstbäume in der Blüte getroffen, der Wein an der Pergola schwarz, der Liebstöckel geknickt. Es sieht alles sehr besch… aus. Vielerorts sollen sogar Kälterekorde gerochen worden sein (z.B. Augsburg). Ich dachte, wir haben eine allgemeine Klimaerwärmung. Gibt es woanders auch solche Schäden? Außerdem kann ich die Dürre bestätigen! Beim Hacken staubt es schon gewaltig und man kann gar nicht so viel giessen, wie es austrocknet.

    Gruß hoffi

  • Bei uns hat es ca. 7 Tomaten und einige Zucchini erwischt. Aber “Anzuchtwut” sei Dank haben wir noch genügend Ersatz. Bei manchen Paprika sind einige Blätter betroffen, hoffentlich erholen sie sich wieder. Vor allem da sie heuer sehr wachsfreudig sind und sich schon die ersten Blüten ausbilden. Entfernt ihr eigentlich die Königsblüte? Letztes Jahr haben wir sie dran gelassen – wohl aus Mitleid :)

  • jK

    Von Nachtfrösten blieben wir, dem Himmel sei Dank, hier im milden Rhein-Erft Kreis verschont…… aber ich kann mich nicht erinnern schon jemals im April/Mai so oft mit dem Gartenschlauch abends gewässert zu haben.

    Wir warten auch sehnsüchtig auf durchdringenden Regen, sogar das Rasenmähen fiel wegen mangelndem Wachstum des Rasens die Woche aus, dabei wollte ich den Schnitt als Mulch verwenden, damit die (noch) freien Flächen nicht ganz so schnell austrocknen :-/

    Liebe Grüße und einen schönen anhalten Landregen wünsche ich
    jK

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