Fingerhut vermehren

Der Fingerhut wächst meist als zweijährige Pflanze. Er muss also immer wieder neu aus Samen gezogen werden. Eigentlich ist das auch gar kein Problem, denn der Fingerhut samt sich recht leicht selbst aus.

Samenkapseln des Fingerhut

Samenkapseln des Fingerhut

Wenn man den Fingerhut aktiv an eine andere Stelle im Garten ansiedeln oder seine Vermehrung aus anderen Gründen nicht dem Zufall überlassen möchte, dann kann man wild aufgelaufene Pflanzen versetzen. Und natürlich ist es auch relativ leicht möglich, Samen zu ernten und neue Fingerhut-Pflanzen unter kontrollierten Bedingungen anzuziehen.

Nachdem der Fingerhut befruchtet ist, verblüht er und bildet unter jeder Blüte eine Kapselfrucht. In diesen Kapseln bilden sich dann in kurzer Zeit tausende von staubfeinen Samen. Sie sind reif, wenn sich die Kapsel braun verfärbt und schließlich von oben her aufplatzt. Sobald die Samenkapsel aufgeplatzt ist, liegen die Samen schon frei in der Kapsel. Man kann sie dann leicht heraus schütteln.

Die Samen des Fingerhut sind sehr fein (< 0,5 Millimeter) und sie müssen nicht stratifiziert werden. Sie können also gleich nach der Ernte wieder ausgesät werden. Wie viele Arten, die sehr kleine Samen ausbilden, ist auch der Fingerhut ein Lichtkeimer. Das bedeutet, dass die Samen oberflächlich ausgebracht und dann nur noch angedrückt werden.

Fingerhut Samen

Kapselfrüchte und Samen des Fingerhut

Im Garten auf einem sauberen Saabett ist es an warmen sonnigen Tagen nicht ganz einfach, die Samen durchgehend feucht zu halten. Wenn es richtig heiß ist, dann müssen sie möglicherweise vier oder fünf mal täglich gegossen werden. In der freien Natur haben es die Samen leichter. Da liegen sie meist abgeschattet unter einem grünen Dach und trockenen nicht so leicht aus. Das ist auch der Grund, warum Fingerhüte oft an allen möglichen Stellen im Garten auftauchen, aber nicht dort, wo man sie eigentlich ausgesät hat.

Viel einfacher als im Beet ist es, die Samen in einem Topf oder einer Schale zu vermehren. Wenn man das Anzuchtgefäß abdeckt, kann man einigermaßen sicher sein, dass die Samen nicht austrocknen und ungestört auflaufen können.

Da es größere Fingerhüte nicht so gerne haben, wenn man ihre Pfahlwurzel beschädigt, sollten sie schon nach ca. drei bis vier Wochen auseinander pikiert und dann möglichst früh an den endgültigen Standort gesetzt werden.

Siehe auch:

Weblinks:

4 Kommentare zu Fingerhut vermehren

  • Tomas

    Hallo und Guten Tag,
    eigentlich wollte ich nach Heimwerkertipps suchen und bin dann zufällig über einen Artikel gestoßen, der eigentlich eher in eure Schublade passt. Thema: Urlaubsparadies Garten. Hier heißt es: Die Gartengestaltung sollte zunächst mit einer Idee beginnen, wie das Ergebnis Monate später aussehen soll. Frage: Ist es tatsächlich ratsam einen “Lagesplan” für Blumen und Kartoffeln usw. anzulegen? Danke im vorraus. Gruß T.

  • Vielen Dank für deine Tipps zum Fingerhut. Ich mag die Pflanze wirklich sehr gerne. Allerdings wächst sie bei mir auch eher nie da wo ich es gerne hätte :)

  • Renate

    Ich habe letztes Jahr den Samen von Fingerhut ausgestreut und viele Pflanzen kamen,aber er hat nur riesige Blätter und keine Blüte bekommen.

    kommen die heißersehnten schönen Blüten erst im Folgejahr? Wer kann mir Antworten,bitte und einen Rat geben? DANKE !!!

    • Ja, der Fingerhut ist (gewöhnlich) zweijährig, er blüht also erst im zweiten Jahr. Wenn sie nach der Aussaat im Herbst noch groß genug werden, können sie aber auch schon im Folgejahr blühen.

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