Glücksklee?

Janet Evanovich - Glücksklee und Koboldküsse

Glücksklee und Koboldküsse

Unserem Exemplar von Janet Evanovichs “Glücksklee und Koboldküsse” lag eine kleine Samentüte mit der Aufschrift “Glücksklee” bei. Das fand ich natürlich super! In freudiger Erwartung der kommenden Lottogewinne und der glücklichen, unkraut- und schneckenfreien Zeit, habe ich die Samen vor einigen Tagen in einen Topf gesät.

Und was ist passiert? Kein einziger Lottogewinn und von Unkraut- und Schneckenfreiheit kann auch nicht die Rede sein.

OK, möglicherweise haben die ausgebliebenen Lottogewinne damit zu tun, dass wir gar nicht Lotto spielen. Aber was ist mit dem Unkraut und den Schnecken?

Kein Glücksklee

Kein Glücksklee!

Gestern habe ich mir den Topf mit “Glücksklee” mal etwas genauer angesehen – stinknormaler Klee. Kein Exemplar mit vier Blättern dabei. Nicht ein einziges! Kein Wunder, dass jemand anderes im Lotto gewonnen hat. Ich erwäge nun, mich an einen Rechtsanwalt zu wenden um die entgangenen Lottogewinne beim Verlag von Frau Evanovich einzuklagen.

Eigentlich hatte ich übrigens erwartet, dass es sich bei den beigelegten Samen um Vierblättrigen Sauerklee (Oxalis tetraphylla) handelt. Bei dem kann man sich einigermaßen sicher sein, dass er vier Blätter hat und sogar in der Wikipedia firmiert er unter der Bezeichnung “Glücksklee“.

Glücksklee

Glücksklee (Oxalis tetraphylla)

Solchen Glücksklee haben wir auch im Garten. Aber kann man einen Glücksklee ernst nehmen, der von Natur aus vierblättrig ist? Wie man deutlich am Begleitgrün erkennt, ist er jedenfalls nicht in der Lage einem eine glückliche unkrautfreie Zeit zu bescheren.

Der Vierblättrige Sauerklee kann sogar selbst zum Unkraut werden. Sein dreiblättriger Kollege, der Aufrechte Sauerklee (Oxalis stricta), hat das bei uns im Garten längst geschafft. In Japan soll der Glücksklee sogar invasiv sein und einheimische Arten verdrängen.

BTW: Wenn ich hier von drei oder vier Blättern schreibe, dann meine ich logischerweise Blätter, die dreizählig oder vierzählig gefiedert sind. Nachdem ich zunächst angefangen hatte das botanisch korrekt auszudrücken, habe ich es doch lieber gelassen – hört sich etwas schräg an.

Siehe auch:

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2 Kommentare zu Glücksklee?

  • Wir haben in der Wiese mehr Klee als Gras – auch toll, oder? ;) Hauptsache grün!

    lg kathrin

    • Jo, auf der Pferdeweide haben wir auch massig davon (sogar gelegentlich ein vierblättriges ;-) Bei uns liegt das sicher daran, dass wir sehr sparsam düngen, dann haben die Stickstoffsammler einen klaren Vorteil gegenüber anderen Pflanzen.

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