Rhododendron

Was gehört auf jeden ordentlichen niedersächsischen Bauernhof? Große alte Eichen natürlich, denn wie schon Friedrich Tewes schrieb:

Solange noch die Eichen wachsen
In alter Kraft um Hof und Haus,
Solange stirbt in Niedersachsen
Die alte Stammesart nicht aus.

Und was gehört unter so eine große alte niedersächsische Eiche? Rhododendren natürlich!

Rhododendron

Der Grund, warum die alten Hofstellen in unserer Gegend fast immer von großen Eichen umstanden werden, liegt auf der Hand. Norddeutschland wird nicht selten von ordentlichen Stürmen heimgesucht. Die Eichen dienten von altersher als Windbrecher und Schutz für die strohbedeckten Bauernhäuser. Warum unter diesen Eichen aber sehr häufig Rhododendren gepflanzt wurden, leuchtet schon etwas weniger ein. Rhododendron ist für die meisten Säugetiere, Vögel und Insekten ungenießbar. Noch schlimmer wiegt die Tatsache, dass Rhododendron für alle Nutztiere und den Menschen giftig ist. Es gibt sogar Berichte über Vergiftungen durch Rhododendron-Honig (Pontischer Honig, Grayanotoxin). Wahrscheinlich wurden die Rhododendren unter den Eichen gepflanzt, weil sie dort ausgesprochen gut gedeiht und wirkungsvoll andere Pflanzen und knabbernde Tiere in Schach halten. Natürlich dürfte ein weiterer Grund auch die überwältigende, wenn auch recht kurze Zeit der Blüte gewesen sein.

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