Aluminium in Lebensmitteln

Seit vor einigen Jahren in den Medien herum geisterte, dass man durch Aluminium in Lebensmitteln Alzheimer bekommt, habe ich immer ein etwas komisches Gefühl, wenn ich wieder mal einen Joghurtdeckel ablecke. Ist das eigentlich immer noch aktuell? Wenn man genauer hinsieht, dann findet man im Haushalt nämlich so einiges an Aluminium. Bei uns sind das zum Beispiel alle möglichen Einwegverpackungen, ein Pfannenwender, Alufolie oder besonders die Schütten in unserem Küchenschrank.

Aluminium Schütten

Aluminium Schütten in unserem Küchenschrank

Der Zusammenhang zwischen Aluminium und Alzheimer wurde 1984 in einer Studie des US Department of Health and Human Services hergestellt, weil in den Hirnzellen von Alzheimerkranken zum Teil ein erhöhter Aluminiumgehalt festgestellt wurde. Seit dem konnte aber offenbar nicht wirklich bestätigt werden, dass Aluminium tatsächlich direkt an der Entstehung von Alzheimer beteiligt ist.

Wenn man auf der Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung nach Aluminium sucht, dann findet man relativ wenige aktuelle Beiträge. Deshalb kann man wohl davon ausgehen, dass die Abhandlung von 2005 noch Gültigkeit hat. Dort kommen die Risikobewerter zu dem Ergebnis, dass Aluminium höchstwahrscheinlich nicht für Alzheimer verantwortlich ist. Außerdem kommt Aluminium in der Nahrung eher direkt aus den Lebensmitteln und nicht so sehr aus Verpackungen und Werkzeugen. Auch die amerikanische Agency for Toxic Substances & Disease Registry (ATSDR) geht in ihrem Toxicological Profile for Aluminium nicht von einer schädlichen Wirkung von geringen Aluminiummengen aus.

Da die Wirkung von Aluminium aber wohl noch nicht endgültig geklärt ist, sollte man darauf achten, dass nicht unnötig viel Aluminium in den Körper gelangt. Neben der Aufnahme über Lebensmittel (z.B. Tee, Gewürze, bestimmte Backwaren mit aluminiumhaltigen Treibmitteln) kann Aluminium über Verpackungen (Deckelfolien, Getränkedosen, Kaugummifolien usw.). in die Lebensmittel gelangen. Bei der Verwendung von Aluminium-Kochgeschirr oder Aluminium-Küchenfolien soll man darauf achten, dass sie nicht mit sauren Lebensmittel in Berührung kommen, weil das Aluminium durch die Säure gelöst wird. Auch durch die Verwendung von aluminiumhaltigen Deodorants wird eine geringe Menge an Aluminium in den Körper aufgenommen.

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